Glaubenssätze und Affirmationen

Veröffentlicht von claudia am

Glaubenssätze sind Sätze die wir immer wieder hören und uns selber immer wieder sagen.

Oh nein, ich Trottel”

“Ich bin sooo doof”

oder:

“Das ist ja wieder einmal typisch ich”

Wie oft ertappst du dich eigentlich bei solchen Gedanken, oder noch schlimmer, wie oft sagst du so etwas tatsächlich laut zu dir selbst? Vermutlich wärst du empört wenn igendjemand anderes das zu dir sagen würde, aber selber darf man das ja, oder?

Ich wette, du weißt es besser

Du weißt es ohnehin, oder? Man sagt zu niemandem Trottel – und am wenigsten zu sich selbst. Weißt du, welcher Person auf Erden du am meisten glaubst? Dir selbst! Wessen Stimme vertraust du am meisten? Richtig, deiner eigenen – auch wenn dir das manchmal gar nicht so vorkommt.

Deshalb aber ist das alles oft so fatal. Wir alle sind es gewohnt ziemlich schonungslos mit uns selbst umzugehen. Viele bösartige Glaubenssätze haben wir von klein auf gelernt. Und gelebt – wir leben sie noch immer und viele Leute tun das ihr ganzes Leben lang.

Jeder von uns hat Sätze im Kopf (oder im Herzen) wie: “Ich bin nicht gut genug” “Das werde ich nie lernen” “Ich bin kein guter Mensch” “Ich bin zu langsam” “Ich verdiene … nicht” “Ich bin zu alt/jung dafür” Limiting Believe nennen die Amis das – Limitierender Glaube.

Glaubenssätze und Affirmationen

Und das trifft es genau auf den Punkt, denn das ist genau das was passiert: Wir glauben an etwas, das uns total einschränkt. Aber wie schon der Herr Einstein festgestellt hat: Alles ist relativ. Denn eine gute Frage wäre hier zum Beispiel: “Gut genug für wen??”

Ich weiß, du hast das alles schon mal gehört

Hatte ich auch. Schon oft. Seit bestimmt 30 Jahren, habe ich das alles und noch viel mehr gewusst.
Und ja, ich hatte anfangs erwartet, dass dieses Wissen allein alles verändert, und nein, gar nix hat es verändert. Es blieb in meinem Hinterkopf, das schon, aber da saß es rum und änderte nix.

positiv denken - leichter gesagt als getan

All das Bla Bla von positiv denken, positiver Einstellung, Mindset, Selbstliebe, Meditation und besserem Selbstbewusstsein – ich fand das total toll, aber geholfen hat es mir kein bisschen. Kennst du das auch?

Es ist halt so wie bei allem: Das Wissen ist das Eine, das Umsetzen aber eine ganz andere Sache. Wie genau kann man so etwas aber umsetzen?

Lange Zeit hab ich gedacht, es reicht sich all das vorzusagen. Weißt du, was Affirmationen sind?

Glaubenssätze festigen

Affirmationen sind so etwas wie Glaubenssätze – es sind positive Gedanken und Sätze die man sich selbst vorsagt, die man bewusst immer wieder denkt. Diese Sätze sollten dann ins Unterbewusste übergehen und uns zu einer positiveren Grundeinstellung verhelfen. Und das ist eine richtig gute Sache.

Ich kann dir nur raten suche dir ein paar richtig gute Affirmationen – denke sie dir selber aus oder suche im Netz, das ist voll davon. Auf Pinterest hab ich dazu auch mal für mich eine Pinnwand erstellt, gerne kannst du da reinschauen, ob was für dich dabei ist.
Ich persönlich finde übrigens die ganz simplen Affirmationen gut: Ich bin stark. Ich denke positiv. Ich bin fit und gesund. Ich bin gut so wie ich bin.
Denke nur daran keine Verneinungen einzubauen (also wie zb. Ich nenne mich NICHT selber “Trottel”) denn das wirkt nicht. Besser also “Ich bin toll”

Affirmationen allein reichen nicht

… aber sie sind ein guter Anfang. “Wenns nicht hilft, wirds nix schaden” hab ich mir da immer gedacht. Das ist natürlich richtig, aber leider nicht weit genug gedacht. Ich glaube das wichtigste hier ist, an deiner Erwartungshaltung zu arbeiten. Denn natürlich ändert sich nichts von jetzt auf gleich. Wenn du dir 20 Jahre lang gesagt hast “Ich bin doof” dann kannst du das mit fünf mal “Ich bin schlau” nicht ausgleichen.

Was du brauchst ist Konsequenz auch wenn du nicht sofort eine Veränderung verspürst. Bleib dran! Denke deine neuen Glaubenssätze abends vor dem Einschlafen und morgens vor dem Aufstehen. Wann immer du dich im Spiegel siehst lächle dir zu und sage dir deine wichtigste Affirmation laut ins Gesicht. Natürlich kommst du dir blöd vor, aber erinnere dich: Wem glaubst du am meisten, welcher Stimme vertraust du am meisten? Dann kommst du dir halt blöd vor, na und? Das legt sich übrigens nach ein paar Mal eh.

Du musst es glauben

Du musst es also aktiv immer wieder wiederholen, dir laut vorsagen und erwarten, dass es funktioniert. Super. Reicht aber leider immer noch nicht. Bei mir zumindest hat es nicht gereicht. Denn so dauert es einfach zu lange – steter Tropfen höhlt den Stein, aber wie stet bist du, wenn du keinen messbaren Erfolg siehst? Wie lange dauert es bis du denkst es bringt eh nix, bis du es schleifen lässt, mal ein paar Tage lang vergisst. Wann kommt das “Ach, egal”?

Und wielange dauert es im Gegenzug einen Glaubenssatz, den du vielleicht dein ganzes (oder auch nur halbes) Leben lang mit dir rumgetragen hast, wie lange dauert es den auszumärzen oder durch einen neuen zu ersetzen? Wahrscheinlich fast genauso lange – das ist ziemlich unbefriedigend, oder?

Du musst am Gesamtpaket arbeiten

Nur Affirmationen werden dich also nirgends hinbringen. Auch das Drumherum muss stimmen. Du wirst also nicht darum herumkommen die Voraussetzungen zu schaffen.

Konzentriere dich auf die positiven Dinge in deinem Leben

Ja, da gibt es welche. Nimm auch die ganz kleinen mit und mach sie größer. Halte dein Gesicht in die Sonne wann immer sie scheint und fühle die Wärme bewusst.

Versuche die kleinen Dinge zu genießen – die warme, entspannende Dusche, das toll riechende Duschgel, das vorgewärmte Handtuch. Auch deine Nahrung gehört dazu – genieße dein Essen, deinen Kaffee oder Tee, dein Eis. Wecke dein Bewusstsein für diese Dinge, die die meisten von uns aus Gewohnheit nur so im Vorbeigehen mitnehmen.

Genieße nicht nur, sondern mach dir diesen Genuss voll und ganz bewusst! Sei dankbar dafür!

Pusche deine neuen Glaubenssätze

Ja, natürlich musst du daran glauben. Wie lauten deine Sätze? “Ich bin fit und aktiv”? “Ich denke positiv”? Du musst diese Gedanken jetzt auch zwischendurch immer wieder stärken. Wann immer du also gerade fit oder aktiv bist: Versuche den Moment einzufangen, ihn bewusst wahrzunehmen und bestätige dir selbst dann: “Hey ja, ich BIN fit! Ich BIN aktiv!” Es gibt diese Momente, vielleicht sind sie am Anfang selten, aber wenn du beginnst sie dir bewusst zu machen, sie bewusst zu erleben und sie dir selbst zu bestätigen, dann wirst du sie immer öfter erleben. Mehr noch, du kannst aktiv dafür sorgen, dass diese Momente mehr werden. Nimm die Treppe! Du schaffst sie ohne schnaufen! Du liebe Zeit, was bist du fit!

Positiv denken ist eigentlich noch einfacher – tu es einfach, ganz bewusst. Unser Gehirn ist in der Hinsicht ein bisschen doof. Wenn du lächelst – also auch wenn es ein “gezwungenes” Lächeln ist, dann bemerkt es die Muskeln die sich bewegen und glaubt es ist grad alles total toll. Also schüttet es mal passend die zugehörigen Glückshormone aus.

Ersetze negative Glaubenssätze durch positive!

Wann immer du dich bei einem negativen Gedanken ertappst – und auch das ist ein bisschen Übungssache – ersetze diesen Gedanken durch einen positiven Gedanken. Überlege dir diese Gedanken am besten schon vorher. Viele der negativen Gedanken sind ziemlich konstant.

Wenn du dich zum Beispiel manchmal bei dem Gedanken “Ich bin ja so doof” erwischst, schüttle den Kopf und sage dir: “Quatsch, ich bin total schlau!” Wenn du denkst: “Das schaff ich nicht”, dann sag dir: “Doch, das krieg ich hin!”

Du möchtest gerne freundlicher zu deinen Mitmenschen sein? Wann immer du bemerkst, dass du unfreundlich warst, dann sage dir, dass du ein freundlicher Mensch bist. Wenn du den nächsten Menschen der dir begegnet gleich einmal freundlich anlächelst, ihm die Tür aufhältst oder ihn freundlich grüßt, dann hast du auch gleich einen Beweis für diese These!

Mich würde ja jetzt wahnsinnig interessiert, was so DEINE Glaubenssätze sind. Verwendest du Affirmationen? Wenn ja welche?

Kategorien: Mindset

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