Resistente Stärke: Nudeln, Reis und Co

Veröffentlicht von claudia am

Resistente Stärke

Na, hast du schon mal von resistenter Stärke gehört? Bist du ein Fan? Oder eher skeptisch? Oder hast du gerade eine Menge Fragezeichen über dem Kopf?

Wundermittel resistente Stärke – DIE geniale Lösung für Diabetiker?

Naja, fangen wir mal vorne an – was ist das denn überhaupt?

Resistente Stärke ist, obwohl sie  wie gewöhnliche Stärke aufgebaut ist, durch  die menschliche Verdauung nicht abbaubar, und zählt damit zu den Ballaststoffen. Wenn du wissenschaftlichere Erklärungen möchtest, klickst du hier: Wikipedia

Hier bei mir auf meinem Blog machen wir das ein bisschen einfacher:

Resistente Stärke entsteht wenn man Kohlenhydrate in Form von Kartoffeln, Reis oder Nudeln kalt werden lässt. Dabei wird ein Teil der enthaltenen Stärke kristallisiert und in die RS umgewandelt. Dieser Teil nun kann nicht mehr von den Verdauungsenzymen im menschlichen Darm abgebaut werden – wird also nicht in Zucker umgewandelt.

Statt dessen passiert er den Dünndarm nahezu unverdaut und dient dann im Dickdarm den guten, nützlichen Bakterien als Futter – Das Zeug ist also gleich doppelt super 🙂

Der Vorteil liegt klar auf der Hand

Reis, Nudeln und Kartoffeln schlagen nun gekocht und erkaltet nicht mehr so böse auf den Blutzucker wie frisch gekocht.

Ein Freifahrtschein für Kohlenhydrate? Na das dann leider doch nicht.

Hier ein paar entscheidende Fakten:

  • Nicht die ganze Stärke, also nicht alle Kohlenhydrate werden in resistente Stärke umgewandelt, sondern nur ca. zehn Prozent. Es bleiben also immer noch genug KH über, die deinen Zucker steigen lassen können.
  • Es reicht nicht Nudeln, Reis, Kartoffeln einfach nur schnell mal kalt werden zu lassen – sie müssen erkaltet eine zeitlang im Kühlschrank gelagert werden: Mindestens 12 Stunden, besser noch 24 Stunden.
  • Danach können sie kalt verzehrt werden, etwa als Kartoffel- oder Nudel- oder Reissalat.
  • Sie können nun aber auch wieder aufgewärmt werden, das macht keinen Unterschied.
  • Das gilt nicht nur für Karoffeln, Reis und Nudeln, sondern auch für Hülsenfrüchte und Getreidesorten (zb Haferbrei)
    Futter für die Darmbakterien

    Wie oben schon erwähnt, wird resistente Stärke nun also zu den Ballaststoffen gezählt. Und Ballaststoffe sind … guuuut! Und zwar nicht nur die aus RS sondern alle (die gibt es in Vollkornprodukten, Gemüse und Obst!). Die guten Darmbakterien werden dadurch gut genährt, die schlechten aber verhungern – was will man mehr?

    Fazit:

    Es ist wesentlich gesünder deine Kohlenhydrate am Vortag zu kochen und sie entweder kalt zu verzehren, oder sie dann wieder aufzuwärmen. Es ist aber kein Freifahrtschein, dir nun tonnenweise Nudeln, Kartoffeln und Co reinzuziehen, da nur ein geringer Teil in resistente Stärke umgewandelt wird.

    Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen Übersicht verschaffen – ich habe mich jetzt mehr auf die praktische Anwendung konzentriert. Wenn du mehr zum Thema wissen möchtest, findest du hier einen hervorragenden Artikel

    Wenn die Diagenos Diabetes mellitus Typ 2 gerade ganz neu für dich ist, findest du hier erste Schritte, die dir über die ersten paar Wochen helfen!

    Kategorien: Ernährung

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