Zimt bei Diabetes – was nun?

Veröffentlicht von claudia am

Zimt bei Diabetes - Kann Zimt den Blutzucker senken?

Zimt ist immer wieder im Gespräch, weil er angeblich den Blutzucker senken kann. Ist da was dran?

Hilft Zimt bei Diabetes?

Die Frage steht immer wieder im Raum. Zahlreiche Artikel im Netz versprechen uns wahre Wunder. Aber erwiesen ist da gar nix.

Es gibt wohl mehrere Studien – viele Tierstudien und auch ein paar an Menschen – die darauf hinweisen, dass Zimt hilft, den Blutzucker zu senken. Und jede hat wohl auch ihre eigene Theorie, warum Zimt bei Diabetes helfen soll.

Wer kann soviel Zimt essen?
Bis zu 6g täglich ist die empfohlene Menge. Ich liebe Zimt und streu mir schon mal die doppelte Portion des “Normalbürgers” übers Müsli – aber 6g? Never ever!
Soviel Zimt kann man einfach nicht essen.
Es gibt aber auch Zimt in Tabletten- oder Kapselform zu kaufen, die findest du im Drogeriemarkt bei den Nahrungsergänzungsmitteln. Ich selber hab die mal knapp 3 Monate lang genommen konnte aber keinerlei Verbesserung feststellen. Vielleicht war das aber auch nicht lange genug, oder ich hätte mehr als eine pro Tag nehmen müssen?
 
Wenn Zimt bei Diabetes hilft, warum wird er dann nicht offiziell genutzt?
“…die pharmakologischen Effekte lassen sich zu wenig einschätzen, als dass eine therapiebegeleitende Einnahme zu empfehlen wäre.”(Ärzteblatt.de)
Andererseits wird aber davor gewarnt Zimt einzunehmen, weil das sogar zu Unterzucker führen könnte. Hmm?
Findest du das auch verwirrend?
Und anstatt dass man versucht diese “pharmakologischen Effekte ein wenig besser einzschätzen”, streitet man sich darum ob Zimt denn dann nun ein Nahrungsmittel oder ein Arzneimittel ist.

Was ich übrigens nirgendwo finden kann, ist eine Erklärung warum Zimt denn jetzt eigentlich NICHT geeignet ist.

WARUM “sprechen sich die Deutsche Diabetes-Gesellschaft und die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft gegen die Anwendung von Zimtpräparaten zur Behandlung des Typ-II-Diabetes aus”? (Ärztblatt.de, Link siehe oben)

Falls jemand die Antwort kennt, bitte, bitte lasst sie mich wissen.

Zimt ist nicht gleich Zimt
Falls du jetzt überlegst, ob du ein Zimtexperiment starten sollst, hier noch ein paar Hinweise:
Es gibt zwei verschiedene Arten von Zimt: Ceylon und Cassia
Vor Cassia Zimt wird gewarnt, weil er viel Cumarin enthält und das soll krebserregend und schlecht für die Leber sein. Es ist aber auch der Cassiazimt, auf den der Blutzucker besser anspricht. Deshalb erforscht man auch gerade wässrige Zimtlösungen aus  Cassiazimt, die vielversprechend erscheinen.
Vorsicht bei Zimtkapseln – auch sie können Cumarin enthalten!
Sicherheitshalber solltest du einen derartigen Versuch vorab mit deinem Arzt besprechen. Wobei – die Dame, die meine Diabetesschulung hielt, meinte nur lapidar: “Soviel Zimt wie nötig wäre, kann man eh gar nicht essen” und mein Hausarzt hat mich nur ein bisschen verständnislos angesehen – er hatte wohl noch nie von blutzuckersenkenden Wirkungen von Zimt gehört – und mir schulterzuckend sein okay geben.
Mein Fazit
Meine Zimteuphorie hat mich nicht weit gebracht. Weder die Zimttabletten noch mein überproportionaler Zimtkonsum haben irgendeine Wirkung gezeigt.
Ich esse weiterhin viel Zimt, aber nur weil er mir so gut schmeckt. In Sachen Zimt bei Diabetes behalte ich das Thema im Auge und halte mich an meine möglichst gesunde, diabetesfreundliche (oder müsste es diabetesfeindliche heißen???) Ernährung.
Wie sieht es bei dir aus?
Schon mal Zimt probiert?
Wenn ja, hat es geholfen? Bitte erzähl uns doch von deinen Erfahrungen!

Kategorien: Ernährung

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